Ride4Respect – Etappen-Blog 1

Ride4Respect Nadja Henning

Die Triathletin Nadja Hennig radelt von Wien nach Hawaii und will dabei mehr bewegen. Eigentlich war Nadjas Abfahrt für Samstag 7. September 2019 geplant, aber als sie an diesem Samstag aufwachte regnete es in Strömen. „Ja, es war nun mal so angekündigt“, dachte sie. Mit nicht allzu viel Euphorie bereitete sie die letzten Dinge vor und frühstückte erstmal…

„Bereit zur Abfahrt wollte ich den Trailer am Rad befestigen, den ich erst am Tag zuvor bekommen hatte. Und siehe da: No way! Der beim Trailer mitgelieferte Spezial-Schnellspanner war inkompatibel, da mein Rad eine fixe Narbe hat. Nach einem kurzen Telefonat war klar: der Start muss verschoben werden. Himmel, war ich froh!

Während meine Lieferant*innen gemeinsam versuchen das Problem zu lösen, nutze ich nach der Absage des Starts die Zeit, um doch noch einmal neu zu packen und mir bei jedem Teil sehr gut zu überlegen, ob ich und wie ich es wirklich brauchen werde.“

Ride4Respect Nadja Hennig
 

Am Morgen darauf scheint die Sonne. „Meine Crew erwartet mich zum neuen Starttermin und gutgelaunt radle ich Richtung Donauinsel, wo die lieben Freunde bereits warten um mich zu verabschieden und um mich auch noch ein Stück weit zu begleiten. Jetzt ist es wirklich soweit: Meine Radreise von Wien nach Hawaii geht los, ich steige überglücklich in die Pedale.“

Ride4Respect Nadja Hennig
 
Ride4Respect Nadja Hennig
 

In der ersten Nacht bieten mir liebe Verwandte von Vereinskollegen Unterschlupf, die zweite Nacht darf ich erstmals in meinem neuen Zelt verbringen, das mir wie ein kleiner Palast für mich und mein nun auf das Wesentliche reduzierte Gepäck vorkommt.

Besonders viel Outdoor-Erfahrung habe ich nicht. Diese Reise bedeutet für mich aber auch wirklich das bewusste Verlassen meiner Komfortzonen! Glücklicherweise finde ich es sehr angenehm mein eigenes kleines Reich, meine Rückzugshöhle zu haben. Der vegane Schlafsack hält mich auch schön warm. Das Gefühl am Morgen ist kaum zu beschreiben: Das Zelt öffnen, Nebel hängt über dem Wasser, die ersten Sonnenstrahlen spitzen durch und mit diesem Ausblick schlüpf' ich raus aus dem Schlafsack um mir Kaffee zu machen. Gut frühstücken, durchatmen.

Auf der weiteren Fahrt ist mir das Wetter meistens gnädig und auch ein paar Navigationsschwierigkeiten halten mich nicht davon ab das Gut Aiderbichl zu erreichen. Hier verliebe ich mich wirklich schwer und würde für Obelix meine Reise schon fast wieder abbrechen."

Ride4Respect Nadja Hennig
 
Ride4Respect Nadja Hennig
 

Am nächsten Tag ging es für Nadja dann aber trotzdem weiter und eigentlich wollte sie an diesem Abend das erste Mal in ihrem Leben wild campen. Aber als sie kurz vor dem "ausgeguckten" Plätzchen an einem Schild vorbeikam, dass auf einen Campingplatz in der Nähe hinwies, hatte sie sich doch lieber für die legale Variante entschieden. Das finden wir gut so. Und so kam sie am nächsten Tag auch wohlbehalten in München an…

Die dort geplante Woche nutze sie zum Netzwerken, für die Teilnahme am Klimastreik und um einen Vortrag beim Women's Hub zu halten.

Dann ging es weiter Richtung Schweiz, wo sie zuvor noch nie gewesen ist, aber nicht ohne noch bei der Zickenfarm vorbei zu schauen und auch hier ein weiteres kleines Video zu erstellen. Die letzte Nacht in Deutschland, am Bodensee, war die erste in der sie der Regen im Zelt umspülte:

„Ich fand's eigentlich recht romantisch – und zum Glück scheint schon wieder die Sonne, sodass alles gut trocknen kann, während ich eine Runde Laufen gehe und über die nächste Etappe anfang zu sinnieren…“

Ride4Respect Nadja Hennig
 

 

https://ride4respect.com/

 
Ride4Respect fueled by Steppenwolf. Fotos, Videos: © 2019 Nadja Hennig
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