Brot à la Walden

Brot á la Walden
 

Campfire ChefHenry D. Thoreau ist unser Campfire Chef - für sein Waldenbrot benötigen wir Mehl, Wasser, Hefe - und sonst nichts.

Während du Holz sammelst, das Lagerfeuer niederbrennen lässt und dein Zelt aufbaust, hat der Teig genug Zeit gehabt, um aufzugehen - je länger desto besser. Jetzt kann das Brotbacken beginnen.

 

Walden Brot (bevor Henry einmal die Hefe verbrühte)

Zutaten für die Einzelportion Brot

1 Tasse Roggenmehl
1 Tasse Maisgrieß
1 Tasse Wasser
1 Teelöffel Trockenhefe
1 Stein
wem das zu puristisch ist, der fügt 1 Prise Salz hinzu
 
Du kannst jedes Mehl nehmen und jede Polenta. Wer den Maisgeschmack nicht mag: Eine Mischung aus Roggen- und Weizenvollkorn passt ausgezeichnet.
Hefe verschaffte sich Thoreau aus dem Dorf; man trug sie in einer kleinen Flasche bei sich, wo sie manchmal verpuffte.
Wir haben einfacher und greifen auf BIO Trockenhefte zurück, die es in kleinen Papierbriefchen in jedem Supermarkt gibt.
Walden Brot
Walden Brot
Der Teigling wird direkt auf den Stein gelegt. Um die fehlende Oberhitze auszugleichen, wenden wir das Brot häufig, dadurch entsteht die flache Form.
Walden Brot frisch gebacken
Walden Brot
... das fertige Brot kühlt aus und wird z. B. mit Schwammerlaufstrich serviert.
 

Zubereitung

Wir vermischen Trockenhefe, Roggenmehl und Maisgrieß und gießen das Wasser dazu, während wir den Teig rühren oder kneten.
Die Hände vom Teig zu reinigen benötigt sehr viel Wasser; ist das beim Trekking nicht vorhanden, können wir den Teig in einem Plastiksackerl verkneten oder in der Schüssel mit dem Löffel verühren, beides funktioniert problemlos und die Hände bleiben sauber.
 
Der Teig ruht neben dem Lagerfeuer (ca 1 Stunde, mit einem Tuch abdecken), solange wir das Holz auf großer Flamme herunterbrennen lassen.
Ist das Feuer fast heruntergebrannt, kommt ins Zentrum ein großer flacher Stein, auf den Fotos ein Donaukiesel. Sobald ein flammenfreier Glutteppich entstanden ist, formen wir den Teig mit viel frischem Mehl zu kleinen Laiben und legen sie auf den Stein.
 
Nach wenigen Minuten wird das erste Mal gewendet. Die Kruste wird rasch fest und klebt dann nicht mehr an.
Die Laibe "sorgfältig hüten und drehen". Das häufige Wenden ist notwendig, weil uns die Oberhitze fehlt.
Nach ca 40 - 60 min sind die Brote fertig und werden zur Aufbewahrung in Tücher gewickelt.
 
Tipp: Wichtig ist, während des Backens Flamme und Rauch zu vermeiden.

Illustration: Noun Project/icon 54

36

Jetzt auf Facebook

Kalender

Warte kurz, während wir den Kalender laden