5 Strände in Mittelamerika mit den besten Vibes

Playa Maderas, San Juan del Sur, Nicaragua
 

Mittelamerika: Viel faszinierende Natur, unzählige Schlafsäle, exotische Tiere, öffentliche Busse, die bis obenhin vollgestopft sind, irre Mengen an Reis und Bohnen, die ich zu mir nahm, viele nette Reisebekanntschaften mit anderen BackpackerInnen, und, und, und.

Nicht zuletzt bleiben mir diese Länder wegen ihrer unglaublich tollen Hotspots am Meer in Erinnerung – ich habe hier für euch meine 5 schönsten Strände in Nicaragua, Costa Rica und Panama zusammengefasst.

1 Las Peñitas, Nicaragua

 

Meine erste Woche in Nicaragua. Ich gewöhne mich erst mal so ein bisschen an das tropisch heiße Klima, in Österreich hatte mich der Winter bereits fest im Griff.

Nach ein paar Tagen Akklimatisierung in der alten Kolonialstadt Granada fahre ich weiter in das authentische Städtchen León, unweit davon befindet sich der Strand "Las Peñitas". Bei BackpackerInnen sehr beliebt ist er deshalb, weil sich hier am Strand keine Hotels aneinanderreihen und somit der Massentourismus ausbleibt.

Die Leute im Hostel in León sind superentspannt und eines Abends beschließen wir, noch an den Strand zu fahren. Es ist zwar schon finster draußen, aber dennoch zieht es uns Richtung Meer. Also rauf aufs Moped und ab an den Strand! Es ist eine sternenklare Nacht, der Mond ist fast voll und die Wellen rauschen angenehm im Hintergrund. Wir sitzen im noch warmen Sand, lauschen den Klängen der mitgebrachten Gitarre und trinken Flor de Caña (nicaraguanischer Rum) mit Cola. Was für ein wunderbarer Platz!

2 Playa Maderas, San Juan del Sur, Nicaragua

Playa Maderas, San Juan del Sur, Nicaragua
 

San Juan del Sur liegt direkt am Meer und es gibt einen ziemlich langen Sandstrand. Außerdem fehlt es dort an nichts, es gibt Restaurants mit Essen aus aller Welt, nette Cafés und viele Hostels und Shops.

Ich fahre jedoch weiter an den abgelegenen Strand Maderas, welcher ungefähr eine Stunde Fahrzeit entfernt liegt. Zuerst geht’s mal viele Kilometer auf Schotterstraßen durch den Dschungel, die Unebenheiten der Straße sind auf der Ladefläche des Pick-ups besonders zu spüren. Wir bringen noch ein paar Touristen in ein kleines Ökohotel mitten im Dschungel und schließlich erreichen wir den Strand. Da die beiden Hostels voll belegt sind, bleibt mir ein Zelt am Strand. Am Abend zünden wir ein kleines Lagerfeuer an und ich lausche den wilden Abenteuergeschichten eines Kanadiers. Er ist so ein "Into the Wild" Typ, der am liebsten alleine reist und schon sehr viel krasse Dinge erlebt hat. Am nächsten Tag stehe ich früh auf.

Obwohl ich den wunderschön gemütlichen Strand mitsamt den netten Menschen am nächsten Tag schon wieder verlassen muss, kann ich ihn dringend empfehlen; eine Reservierung in einem Hostel vorab ist sicherlich auch eine gute Idee. Ums Essen muss man sich dort keine Sorgen machen, es gibt ein paar gemütliche Restaurants direkt am Strand und abends kann man sich sogar in einer kleinen Surferbar unter die Leute mischen.

3 Sámara, Costa Rica

Playa Maderas, San Juan del Sur, Nicaragua
 

Einige Wochen später in Costa Rica. Ich bin mit einer Holländerin unterwegs und wir wollen beide an den Strand von Sámara an der Pazifikküste fahren, er soll paradiesisch schön sein. Tatsächlich fühlen wir uns dort sehr wohl, Sámara ist ein kleiner Ort, wo es einem als Tourist an nichts fehlt, trotzdem bleiben hier die großen Hotels aus.

Es gibt mehrere Yogaschulen, am Strand kann man sich Surfbretter ausleihen und in einem Restaurant gibt es sogar äußerst leckeres rohveganes Essen. Die ortsansässige Sprachschule bringt außerdem viele junge Leute nach Sámara, die gleich mehrere Wochen dort bleiben. Das Wasser ist kristallklar und der Strand fällt angenehm flach ab. Geht man surfen, muss man sich also nicht mit störenden Felsen oder einem Riff unter Wasser plagen. Die Wellen sind, je nach Jahreszeit natürlich, meistens perfekt auch für SurfanfängerInnen geeignet.

Playa Carrillo, Nicaragua
 

Mein Geheimtipp für Sámara: Unbedingt einen Ausflug an den Playa Carrillo unternehmen. Es gibt dort weißen Sand, Schatten spendende Palmen säumen den Strand und dahinter beginnt der saftig grüne Dschungel. Außerdem werden am Strand frische, gekühlte Kokosnüsse verkauft. Das kleine Paradies liegt nur 15 Minuten mit dem öffentlichen Bus von Sámara entfernt.

4 Montezuma, Costa Rica

Montezuma, Costa Rica
 

Auf Empfehlung anderer Reisebekanntschaften machen wir uns auf den Weg nach Montezuma am äußersten Eck der Halbinsel Nicoya, wo es noch entspannter sein soll als in Sámara. Obwohl es auf dem Landweg nur ca 50 Kilometer sind, brauchen wir für die Anreise einen lieben langen Tag, da wir die Low-Budget-Variante des Reisens wählen. Aber was tut man nicht alles, um an die paradiesischen Orte dieser Welt zu gelangen.

Der Strand Santa Teresa sowie Mal Pais sind auch gleich ums Eck von Montezuma, alle drei sind besonders bei SurferInnen aus aller Welt extrem beliebt. Lange, breite Sandstrände mit konstantem Wellengang. Unser Hostel in Montezuma ist direkt am Strand gelegen und eine wahre Ruheoase. Rundherum tummeln sich lediglich andere BackpackerInnen, ein paar Katzen und Hunde sind auch da. Ansonsten bietet Montezuma ein paar leckere Restaurants und einen (leider sehr überteuerten) Supermarkt, in dem man aber alles Notwendige bekommt. Man kann hier einen Ausflug zu einem Wasserfall im Dschungel unternehmen und auch die umliegenden Strände sind nicht weit.

Wenn man bei der Schildkrötenstation vorbeigeht, gelangt man auf den schönsten Strand in dem Gebiet: Es gibt dort kein einziges Gebäude und er ist zu hundert Prozent naturbelassen. Lediglich ein Campingplatz beginnt dort, wo der Strand aufhört. Man kann für sehr wenig Geld hier also im Paradies übernachten und sich den Strand mit nur wenig bekleideten Hippies, vollbärtigen Aussteigern, braun gebrannten Surfern und den Tieren teilen. Surfbretter gibt es natürlich auch zu leihen. Der lange Weg war es absolut wert!

5 Santa Catalina, Panama

Straße zum Strand, Santa Catalina, Panama
 

Zu guter Letzt erzähle ich euch noch von meinem kleinen Paradies in Panama. Das Örtchen Santa Catalina befindet sich westlich der Halbinsel Azuero und ist am besten von der Stadt Soná aus zu erreichen. Der Ort steckt touristisch noch in den Kinderschuhen und ist kaum öffentlich erschlossen – man bekommt aber trotzdem alles, was man braucht. Wer auf Luxus verzichten kann und eventuell sogar gerne im Zelt schläft, sollte unbedingt in das Hostel "Surfers Paradise" fahren, hier gibt´s die schönsten Sonnenuntergänge im ganzen Land und man sieht von der Terrasse des Hostels direkt auf das Meer.

Hostel Surfers Paradise - Santa Catalina, Panama, Blick von der Terrasse aufs Meer
 

Außerdem steht dort der große Wagen auf dem Kopf, und wenn man sein Zelt am angeschlossenen Campingplatz geschickt platziert, sieht man beim Aufwachen auf den Südpazifik. In Reiseführern ist diese Perle bisher noch nicht zu finden. Aber Achtung: hier besteht die Gefahr, nicht mehr wegzukommen.

Wer surfen gehen will: Der schwarze, breite Sandstrand mit seinen meistens perfekten Wellen ist für Anfänger gleichermaßen geeignet wie für Fortgeschrittene, in den meisten Hostels werden Surfbretter vermietet und man kann auch mit Einheimischen raus aufs Wasser.

Santa Catalina, Panama, Strand
 

Trotz der natürlichen und paradiesischen Umgebung ist das Örtchen nur wenig besucht. Die, die es bis hierher schaffen, sind auch dementsprechend gut drauf und entspannt – Stress ist hier ein Fremdwort, und wenn man nicht schwimmen oder surfen geht, verbringt man den Tag eben in der Hängematte baumelnd oder man macht sich weiter auf den Weg zur Insel Coiba, vor der man mit Walhaien und anderen faszinierenden Meeresbewohnern tauchen kann.

Ich selbst bin aus Santa Catalina auch nur wegen meines bereits gebuchten Fluges wieder weggekommen – sonst wäre ich wahrscheinlich noch länger als eine Woche geblieben. So entspannt wie dort war ich sonst nie mehr während meiner gesamten Reise. Das absolute Highlight also und meine dringende Empfehlung, wer weiß, ab wann die Touristenmassen einfallen. Nadann: Safe travels liebe Leute!

Deine Isabella
 
Surfen in Mittelamerika
 
Reisebloggerin, Backpackerin und Yogalehrerin Isabella schreibt regelmässig für den Steppenwolf Blog und infiziert dich mit dem Reisefieber. Fotos: © Isabella Falter
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